DOGJUMPER

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Gefressen wird, was in den Napf kommt!

November 11th, 2011 · 1 Kommentar

Über  artgerechte und gesunde Ernährung von Hunden sind viele Bücher geschrieben und zwischenzeitlich regelrechte Glaubenskriege entfacht worden.

Da gibt es die Fraktion, die sich über die Ernährung ihres Vierbeiners gar keine Gedanken macht. Zwei mal im Monat wird ein billiger Sack Trockenfutter gekauft und fertig. Die nächsten machen sich Gedanken, informieren sich in Futtermittelläden und beim Tierarzt über das optimale Futter für ihren Vierbeiner und sind bereit, sehr viel Geld für ein vermeintlich hochwertiges Hundefutter auszugeben. Vor allem, wenn der Tierarzt es empfiehlt

Und dann wäre da noch die Fraktion der Naturköstler – die Barfer. Die machen sich sehr viele Gedanken, füllen zahllose Foren im Internet mit Beiträgen, Berechnungen über die richtige Zusammensetzung des selbstgemachten Futters und Tabellen, wie viel der einzelne Hund mit welchem Gewicht von was fressen darf. Umständlich, sagen die einen. Das einzig Wahre, sagen die Barfer.

Fertigfütterer werden von Barfern als unbelehrbare und verantwortungslose Hundehalter hingestellt. Die Barferfraktion wiederum muss sich von der Tierärzteschaft den Vorwurf gefallen lassen, den Hund nicht mit allen notwendigen Nährstoffen zu versorgen, weil nur Fertigfutter ausgewogen und optimal ist. Der Vorwurf macht Sinn,  denn er nagt am Gewissen des treusorgenden Hundehalters. Ganz zufällig hat aber der mahnende Tierarzt das komplette Hill’s oder Royal Canin Sortiment im Regal und kann Abhilfe schaffen. So wird das Gewissen wieder rein, Bello ausreichend vitaminisiert und mineralisiert und die Futtermittelkonzerne klatschen in die Hände.  Und das schon seit rund 60 Jahren. Den solange gibt es Fertigfutter auf dem Markt.

Fakt ist, dass Hunde im Gegensatz zu früher, häufig schon in jungen Jahren mit Gelenkbeschwerden, Arthrosen und Dysplasien etc. zu tun haben. Fakt ist auch, dass Krebs zwischenzeitlich die häufigste Todesursache bei Hunden ist und es ist ebenso Fakt, dass unsere vierbeinigen Kumpel an den gleichen Krankheiten leiden wie wir: Diabetes, Adipositas, Allergien.

Wo ist die Ursache zu suchen? In der zunehmenden Überzüchtung der Hunde? Ist die Umweltverschmutzung der Grund? Oder etwa doch das Fertigfutter?

Ich kenne Hunde, die sind mit Aldi-Futter 15 Jahre alt geworden, was mich als Barferin (bei uns wird „locker“ gebarft. Erlaubt ist, was schmeckt und vertragen wird – also quasi alles :-) Fertigfutter gibt es nicht.) immer wieder erstaunt hat. Ich kenne aber auch Hunde, die wurden super gesund ernährt und erlebten ihr fünftes Lebensjahr nicht. Warum?

Aufschluss über die Ernährungsfrage gibt das Buch von Lebensmittelexperte Hans Ulrich Grimm „Katzen würden Mäuse kaufen“, s. Buchtipps. Ein brillant recherchiertes, schockierendes Werk über die Machenschaften der Futtermittelkonzerne und all die leckeren Zutaten, die in’s Hunde- und Katzenfutter wandern. Grimm ist Geschäftsführer der Dr. Watson Der Food Detektiv GmbH & Co KG mit Sitz in Stuttgart. Das Unternehmen betreibt den Internet-Dienst www.food-detektiv.de und bringt die Dr. Watson Books heraus.

Tags: Allgemein

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